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Augen auf und Tasche zu! Infostand am 08.12. in Kempen

Infostand in Kempen
Augen auf und Tasche zu! Infostand am 08.12. in Kempen
Mit einem Infostand wird die Kriminalprävention der Polizei Viersen auf dem Kempener Weihnachstmarkt vertreten sein.
Von 10-18 Uhr finden Sie unsere Kolleginnen und Kollegen auf der Kuhstraße, Ecke Wambrechiesstraße. Informieren Sie sich über verschiedene Themen. Sprechen Sie uns an. Wir sind da.
Polizei Viersen

Auch im Kreis Viersen lauern Taschendiebe, in Fußgängerzonen, in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Parkplätzen usw., eben überall dort, wo Gedränge herrscht oder wo man die Menschen leicht ablenken kann.

Wenige Sekunden Unaufmerksamkeit reichen den meist professionell tätigen Dieben für ihr kriminelles Tun. Die Opfer sind ihre Geldbörse los und haben in der Folgezeit alle Hände voll zu tun, um Ausweise, Bankkarten und andere Papiere wieder zu besorgen. Auf dem finanziellen Schaden und den Folgekosten bleiben die Bestohlenen sitzen, denn Versicherungen ersetzen Schäden aus Taschendiebstählen nicht.

Gründe genug, sich davor zu schützen, Opfer von Taschendieben zu werden:

Die Täter nutzen die sich bietenden Gelegenheiten aus oder verschaffen sich durch verschiedene Tricks selber die Gelegenheit zum Diebstahl der Geldbörsen oder des Bargelds aus den Portemonnaies.

Wie gehen die Tatverdächtigen vor?

Beispielhaft seien hier der Wechselgeldtrick, der „Rempel- oder Antanztrick“, der „Ketchuptrick“, der „Kartentrick“ oder auch die erbetene Kaufberatung im Supermarkt erwähnt, über die wir bereits mehrfach berichtet haben:

Die Diebe beschmutzen ihre Opfer mit Kaffee oder Speisen und stehlen beim ‚hilfsbereiten’ Säubern die Geldbörse, Menschen werden im Gedränge angerempelt, angetanzt, angebettelt, unter Vorhalt einer Landkarte nach dem Weg gefragt oder gebeten, ein Produkt im Supermarkt zu bewerten/erklären. Diese Ablenkungen nutzt dann meist ein Mittäter aus, um Handtaschen aus den Einkaufswagen oder Geldbörsen oder Smartphones aus der Kleidung der Tasche oder vom Schreibtisch zu ziehen.

Mit der Beute sind häufig auch viele Erinnerungen, Fotos oder wichtige Daten in den Smartphones unwiederbringlich verloren. In den Händen von häufig professionell agierenden Tätern birgt das Diebesgut weitere Gefahren, wenn die Taschendiebe mit den Ausweisen, Bankkarten oder erbeuteten Daten aus Mobiltelefonen weitere Straftaten begehen und zum Beispiel Ihr Konto leerräumen, weil Sie die PIN irgendwo notiert hatten und sei es als fingierte Telefonnummer in Ihrem Handy.

Melden Sie jeden Diebstahl oder verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei!

Anzahl der Taschendiebstähle in Viersen rückläufig

Die Zahl der Taschendiebstähle im Kreis Viersen ist rückläufig.

Hier eine Übersicht aus den vergagnene Jahren:

2015:   280 Fälle
2016:   256 Fälle
2017:   217 Fälle

bis Oktober 2018: 113 Fälle

Die wichtigsten Tipps gegen Taschendiebe

- Augen auf und Tasche zu! Langfinger sind immer unterwegs!

- Führen Sie Bargeld, Kredit- und Bankkarten am Körper verteilt mit sich, möglichst in verschlossenen Innentaschen, Gürteltaschen oder Brustbeuteln.

- Nehmen Sie an Bargeld, Bankkarten und Wertgegenständen immer nur das mit, was Sie wirklich benötigen!

- Notieren Sie niemals die PIN-Codes von Geld- und Kreditkarten sowie Möbiltelefon, sondern lernen Sie diese auswendig.

- Tragen Sie Hand- oder Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper und halten Sie dieses stests verschlossen.

- Lassen Sie Taschen und Wertgegenstände niemals unbeaufsichtigt.

- Achten Sie bei einem Menschengedränge und in unübersichtlichen Situationen noch stärker auf Ihre Wertsachen.

Tipps und Hinweise der Polizei im Falle eines Taschendiebstahls

Erstatten Sie immer eine Strafanzeige, auch wenn es nur zu einem versuchten Diebstahl gekommen ist.

Die Polizei wird Ihre entwendeten Kredit- bzw. Bankkarten für das elektronische Last-schriftsystem sperren lassen.

Sperren Sie zusätzlich entwendete Kredit- bzw. Bankkarte und Mobiltelefone unverzüg-lich über die einheitliche Sperr-Notruf-Nummer 116 116.

Informieren Sie zusätzlich und unverzüglich Ihr Geldinstitut.

Sperren Sie die SIM-Karte Ihres Mobiltelefons sofort bei Ihrem Netzbetreiber. Das gilt auch für Prepaid-Karten.

Melden Sie den Diebstahl von Ausweisen, Führerschein etc. unverzüglich den zuständi-gen Ämtern.

Ihre Polizei gibt Ihnen dazu weitere Informationen. Fragen Sie uns!

Wie oft passiert so etwas?

Im Kreis Viersen werden durchschnittlich jährlich etwa 250 Taschendiebstähle angezeigt. Oft bemerken die Opfer den Diebstahl gar nicht und glauben, sie hätten ihre Wertsachen verloren. Dann erstatten sie keine Anzeige. Darum ist von weit aus höheren Opferzahlen auszugehen, als es die Zahl der angezeigten taten vermuten lässt.

Nur in wenigen Fällen bemerken die Opfer den Diebstahl sofort und sind insoweit auch nur selten in der Lage, die Tatverdächtigen zu erkennen, weshalb die Aufklärungsquoten mit durchschnittlich höchsten etwa 6 Prozent sehr niedrig ist. Oft liegt der Diebstahl bei Tatfeststellung schon Stunden, wenn nicht Tage zurück, was die Aufklärung maßgeblich erschwert und eine erfolgversprechende polizeiliche Fahndung nach den Tätern vereitelt.