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Projekt VORKIDS: Wie es jetzt weitergeht

VORKIDS-Projektleiter im Bürgergespräch
Projekt VORKIDS: Wie es jetzt weitergeht
Die erste VORKIDS-Fragebogenaktion ist am Sonntag, 22.10.2017, beendet worden. Dankeschön für Ihre bisherige Mithilfe. Wie viele Fragebögen ausgefüllt wurden und was weiter passiert erfahren Sie hier:
Polizei Viersen

Wie es jetzt weitergeht

 

  • Wissenschaftliche Auswertung der 1066 Fragebögen. Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse können so mit in die operativen Konzepte einfließen.
     
  • Umsetzung der operativen Konzepte. Derzeit fließen in die Konzepte die Erfahrungen aus der Tiefenanalyse ein, dass viele Unfälle mit Rad fahrenden Kindern im Umkreis von 1 km um das Wohnumfeld passieren. Auch wissen wir bereits, dass Ampeln und Kreisverkehre für die Kinder möglicherweise eine trügerische Sicherheit erzeugen, da auch dort vermehrt Unfälle geschehen.
     
  • Zweite Fragebogenaktion nach den Osterferien 2018. Auf dieser Grundlage wird eine Wirkungsevaluation erstellt.
     
  • Zweiter Aktionstag am Montag, 14.05.2018, in Kempen auf dem dortigen Buttermarkt. Der Aktionstag findet zu den örtlichen Geschäftszeiten statt. Für zahlreiche Attraktionen rund um das Thema Rad fahrende Kinder wird gesorgt. Der Landrat, Dr. Andreas Coenen, sowie die Kooperationspartner werden unter der Moderation durch Herrn Frank Schiffers die Veranstaltung unterstützen.

 

Über die weiteren Meilensteine im Projekt VORKIDS werden wir weiter berichten.

Traurige Bilanz einer vorangekündigten Geschwindigkeitskontrolle vom 03.12.2017

Am ersten Adventsonntag wurde nicht nur die erste Kerze entzündet, sondern auch gleich 107 Mal der Rotblitz des Verkehrsdienstes der Viersener Polizei.

Wie angekündigt überwachten Einsatzkräfte ab etwa 17:20 Uhr bis kurz nach Mitternacht die Geschwindigkeit auf der Freiheitsstraße/Kölnische Straße in Viersen. Unmittelbar hinter der Unfallhäufungsstelle mit der Ernst-Moritz-Arndt-Straße stand die Messanlage in der 50 km/h-Zone.

Die Bilanz des Einsatzes in Zahlen:

  • 603 gemessene Fahrzeuge
  • 107 Fahrzeuge insgesamt zu schnell (Gesamtquote: > 17%)
    • 11 Ordnungswidrigkeitenanzeigen mit wenigstens einem Punkt
      • 4 Fahrverbote von einem Monat

Lebensgefahr durch längeren Anhalteweg
Der gemessene Tageshöchstwert lag bei traurigen wie gefährlichen 91 km/h! Bei dieser Geschwindigkeit verlängert sich der Anhalteweg bei der momentan häufiger vorherrschenden feuchten Fahrbahn von etwa 28 Meter auf deutlich über 70 Meter. Das bedeutet Lebensgefahr für querende Radfahrer und Fußgänger. Autofahrer sehen bei Dunkelheit einen querenden Radfahrer/Fußgänger definitiv zu spät, um noch anhalten zu können.

Schwerpunktkontrolltag, Freitag, 17.11.2017, vormittags

Geschwindigkeitskontrollen
Im Zuge des Projektes VORKIDS verstärkt die Polizei auch ihre Maßnahmen zur Überprüfung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Wie angekündigt, kontrollierten Polizeikräfte die Autofahrer in der Ortschaft Viersen-Hausen. Dort gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Die Bilanz der Kontrollen:

  • 126 Verwarngelder
  • 17 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen
    davon 4 Fahrverbote

Verhalten von Radfahrern
In Nettetal-Lobberich und -Breyell kontrollierte die Polizei in den Innenstädten das Verhalten von Radfahrern. Die Bilanz der Kontrollen:

  • Diverse Verwarnungen für Radfahrer, die den Radweg in falscher Richtung benutzten.
  • Ein Verwarngeld in Höhe von 55 Euro, da ein Radfahrer während der Fahrt telefonierte.

Es gibt viele Gründe, warum Radfahrer im Straßenverkehr verunglücken. Unfälle passieren nicht, sie werden verursacht. Fahren Sie darum defensiv! Achten Sie auf andere, passen Sie Ihre Geschwindigkeit an, halten Sie sich an die Regeln. Nur so kann es gelingen, Unfälle zu bekämpfen und viel Leid abzuwenden.

Fragebogenaktion erfolgreich am 22.10.17 beendet

Die VORKIDS-Fragebogenaktion ist am Sonntag, 22.10.2017, erfolgreich abgeschlossen worden. Insgesamt füllten die Bürger und Bürgerinnen des Kreises Viersen 1066 Fragebögen aus. Da für eine repräsentative Umfrage 1064 Fragebögen erforderlich waren, ist uns dieses Dank Ihrer Mithilfe gelungen!

Eine erfolgreiche Auftaktveranstaltung am 02.09.2017

Das Projekt VORKIDS hat am 02.09. mit seiner Kick-Off-Veranstaltung auf dem Sparkassenvorplatz in der Viersener Fußgängerzone mit Informationen und Attraktionen auf das Problem „Verkehrsunfälle mit radelnden Kindern“ aufmerksam gemacht.

 

Der Landrat Dr. Andreas Coenen als Initiator und Schirmherr des Projektes eröffnete die Veranstaltung und stand den Bürgerinnen und Bürgern für viele Gespräche rund um die Verkehrssicherheit im Kreisgebiet zur Verfügung. Die Kreispolizeibehörde, die Deutsche Hochschule der Polizei und die Kreisverkehrswacht hatten den Tag organisiert, um die Bevölkerung zu informieren und für die Teilnahme an der Fragebogenaktion zu motivieren.

„Wir wollen die Straßen im Kreisgebiet für die radelnden Kinder sicherer machen, denn nirgendwo im Land NRW ist das Risiko für Kinder bei einem Verkehrsunfall mit dem Fahrrad zu verunglücken größer als bei uns im Kreis Viersen. Das wollen wir ändern und nicht länger hinnehmen“, so Dr. Coenen in seiner Begrüßungsansprache.

 

Die Kooperationspartner im Projekt waren mit dem Verlauf des Tages zufrieden: „Wir haben heute viele Menschen erreicht und damit das Thema in die Köpfe der Menschen bekommen“, so freuten sich die Veranstalter über die ersten Schritte in die Öffentlichkeit.

 

Um möglichst viele Erkenntnisse zu gewinnen, wo die Probleme im Kreis Viersen liegen und was die Polizei und andere Verantwortliche in ihrer Verkehrssicherheitsarbeit verbessern können, brauchen wir die Mithilfe der Bevölkerung.

 

So appellierte auch der Abteilungsleiter der Polizei Viersen, LPD Manfred Krüchten, für die erste Fragebogenaktion an die Bevölkerung:

„Nehmen Sie sich bitte 10 Minuten Zeit, um den Fragebogen auszufüllen. Sie tun dies für die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr. Vielen Dank!“

Was VORKIDS ist

"Viersener Sicherheits-Offensive Rad fahrender Kinder im Straßenverkehr"

„Nirgendwo in NRW ist das Risiko für Kinder höher sich bei einem Fahrradunfall zu verletzen als im Kreis Viersen. Das können wir nicht hinnehmen! Deswegen gibt es das Projekt VORKIDS.“, sagt Dr. Andreas Coenen, Landrat des Kreises Viersen.

Im Kreis Viersen besteht eine erhöhte Gefahr für Rad fahrende Kinder zu verunglücken. Um die Situation tiefgehender zu analysieren und die nötigen Maßnahmen weiter auf die Verhinderung von Radfahrunfällen von Kindern zu konzentrieren, wurde das Projekt VORKIDS auf Initiative des Landrates des Kreises Viersen, Dr. Andreas Coenen, gestartet. Seit März 2017 wurden die bisherigen Radfahrunfälle wissenschaftlich ausgewertet. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde Viersen, der Kreisverkehrswacht Viersen e.V. und der Deutschen Hochschule der Polizei.

Die Unfallzahlen müssen sinken!

Darum wollen wir Sie für das Problem der Kinderradunfälle sensibilisieren. Wir wollen vorbeugend als auch im Bereich der Ahndung von Verkehrsverstößen - gezieltere Maßnahmen treffen, damit weniger Radfahrunfälle passieren.

Wussten Sie, dass…
  • Bei über 37% der Verkehrsunfälle mit Verletzten im Kreis Viersen Radfahrer beteiligt sind?
     
  • Kinder zwischen 10 und 14 Jahren besonders gefährdet sind?
     
  • Die meisten Radfahrunfälle von Kindern im Umkreis von einem Kilometer rund um das Zuhause passieren?
     
  • Die allermeisten Radfahrunfälle mit Kindern montags und donnerstags zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr sowie zwischen 13:00 Uhr und 14:00 Uhr ereignen?
     
  • Kinder sich bei einem Verkehrsunfall mit dem Fahrrad fast immer verletzen, zum Teil schwer?
Die Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Rad fahrenden Kindern sind:
  • die Benutzung der falschen Straßenseite oder der Gehwege durch den Radfahrer,
     
  • die Nichtbeachtung der Vorfahrt (u.a. „rechts vor links“) durch den Radfahrer,
     
  • Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr (vom Grundstück, Straßenteil oder Fahrbahnrand) durch den Radfahrer,
     
  • Fehler beim Abbiegen durch den Radfahrer,
     
  • die Missachtung der Vorfahrt durch andere Verkehrsteilnehmer,
     
  • Fehler beim Abbiegen von anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere bei Kreisverkehren und Kreuzungen mit Ampeln