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Jahresrückblick Kriminalitätsentwicklung 2017

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Jahresrückblick Kriminalitätsentwicklung 2017
Die Polizei Viersen stellt die Kriminalitätsentwicklung für das Jahr 2017 vor. Den Jahresrückblick 2017 für den Kreis Viersen finden Sie HIER.
Polizei Viersen / Mi. Radloff

Landrat Dr. Anreas Coenen zur Kriminalitätsentwicklung 2017:

 

"Auch das diesjährige Ergebnis kann ich mit sehr positiven Worten kommentieren. Es sind die Worte, die ich auch im letzten Jahr zur Bewertung der Kriminalitätslage 2016 verwandt hatte und für das Jahr 2017 sind die dahinter liegenden Zahlen sogar noch erfreulicher als dies im Jahr 2016 der Fall war:

Der Kreis Viersen ist sicher!

Die Zahl der angezeigten Straftaten ist erneut gesunken und liegt unter dem Fünfjahresschnitt. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat im Kreis Viersen zu werden, ist die niedrigste seit vier Jahren. Sie liegt zudem auch sehr deutlich unter der im Landesdurchschnitt.

Dies ist natürlich auch ein Verdienst der Kreispolizeibehörde Viersen. Für ihre engagierte, professionelle und erfolgreiche Arbeit spreche ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Polizei ein großes Dankeschön aus!

Mit weniger Personal und vielen neuen Herausforderungen bei der polizeilichen Arbeit und auch bei der Kriminalitätslage gute Zahlen zu schreiben, verlangt intelligente und innovative Bekämpfungsstrategien.

„Weitermachen wie immer" funktioniert nicht mehr. Schwerpunktsetzung und Organisationsanpassungen sind erforderlich, um die Sicherheit auch weiterhin garantieren zu können.

Dafür ist eine Strategie von Nöten, die in der Kreispolizeibehörde stetig überprüft und angepasst wird.

Dazu gehören auch organisatorische Anpassungen in unserer Kreispolizeibehörde. Diese haben wir in einigen Bereichen in den vergangenen Jahren bei den Wachen oder bei der Organisation der Kriminalpolizei vorgenommen.

Ohne hierbei ein direkte Kausalität zu den positiven Entwicklungen zu konstatieren, bin ich aber zutiefst davon überzeugt, dass wir mit diesen Strategien mit dazu beigetragen haben, den Kreis Viersen seit Jahren als einen sicheren und lebenswerten Kreis bezeichnen zu dürfen.

Natürlich ist es nicht nur ein Verdienst der Polizei als „Garant für Sicherheit", wenn die Zahl der Straftaten sinkt und die Aufklärungsquoten steigen.

Die Polizei alleine ist nicht in der Lage, Kriminalität zu verhindern und Straftäter dingfest zu machen. In einer funktionierenden Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei und Bevölkerung ist dies eher möglich: Die Polizei kann nicht überall sein und ist deshalb darauf angewiesen, dass die Menschen anrufen, wenn ihnen etwas verdächtig erscheint und selber durch gute Einbruchsicherungen ihr Haus, ihre Wohnung und damit ihre Privatsphäre vor Eindringlingen schützen.

Auch die Aufklärung von Straftaten gelingt oft durch Hinweise aus der Bevölkerung.

Um die Bevölkerung zu erreichen, ist die Polizei natürlich auch auf die Mithilfe der Medien angewiesen.

Darum richtet sich mein Dank heute nicht nur an die Polizei, sondern auch an die Bevölkerung und die Medien.

Danke für viele Hinweise über den Notruf, danke, dass die Menschen im Kreis sich als wachsame Nachbarn erweisen und danke an die Medien, dass Sie unsere Fahndungsaufrufe und Vorbeugungstipps mit den Menschen im Kreis teilen und uns so weiterhelfen! "

Abteilungsleiter Polizei, LPD Manfred Krüchten, zur Kriminalitätsentwicklung 2017:

"Insgesamt ist die Kriminalität im Hellfeld, also bei den angezeigten Straftaten, rückläufig, wir leben sicherer!

Durchweg ist im Land NRW auch ein Rückgang bei den Wohnungseinbrüchen festzustellen. Bei uns im Kreis ist dieser Rückgang überproportional ausgefallen. Auch die Aufklärungsquote ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen. Das ist eine Entwicklung, die uns bei einem unserer strategischen Schwerpunkte, natürlich ganz besonders freut.

Nicht alle statistischen Entwicklungen sind durch polizeiliche Maßnahmen zu beeinflussen. Häufig ist es auch das Anzeigeverhalten, was die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten beeinflusst. Das Dunkelfeldphänomen ist allerdings bei einem Delikt wie Wohnungseinbruch aufgrund versicherungsrechtlicher Hintergründe so gut wie gar nicht vorhanden. Hier zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik ein sehr realistisches Bild der Zahl tatsächlich verübter Wohnungseinbrüche.

Dass die Fallzahlen aufgrund unserer Bemühungen und Maßnahmen rückläufig sind, können wir in dieser Kausalität zwar nicht belegen. Doch wir sind davon überzeugt, dass der deutliche Rückgang sicherlich auch den vielen Maßnahmen der Polizeibehörden im Land NRW, den Sondereinsätzen, den strategischen Schwerpunktsetzungen und einer durch polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit erreichten erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung zu verdanken ist, landesweit und bei uns im Kreis Viersen. Daher werden wir in unserem Bemühen, dieses für die Menschen sehr belastende Delikt, weiterhin intensiv zu bekämpfen, nicht nachlassen und verbinden damit die Hoffnung, dass unsere Bemühungen den positiven Trend stabilisieren.

Dafür brauchen wir aber nach wie vor auch die Mithilfe der Bevölkerung:

Deshalb auch von mir noch einmal die herzliche Bitte an die Menschen: Haben Sie keine Hemmungen oder Bedenken, den Notruf der Polizei zu wählen. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie bei einer Beobachtung ein komisches Gefühl haben, selbst, wenn Sie sich dies nicht erklären können. Reden Sie sich Ihre Wahrnehmungen nicht selber schön. Denken Sie nicht, dass der fremde Mann im Garten Ihres Nachbarn sicherlich ein neuer Gärtner ist. Rufen Sie die 110 und lassen Sie uns überprüfen, ob der Fremde Gärtner oder Einbrecher ist.

Je höher das Entdeckungsrisiko für Einbrecher ist, umso eher lassen sie von ihrem kriminellen Tun ab. Das Entdeckungsrisiko zu steigern, ist Aufgabe der Partnerschaft Polizei-Bürger:

Die Menschen sichern Ihre Wohnungen besser ab, der Einbrecher braucht viel mehr Zeit und Kraft und Werkzeug, als ihm lieb ist. Das steigert sein Entdeckungsrisiko erheblich. Die Polizei gibt Tipps, wie Sie sich vor Eindringlingen schützen können.

Wir reagieren schnell auf Ihre Hinweise und fügen diese sowie unsere eigenen Feststellungen in ein Mosaik von Ermittlungen ein, aus dem dann irgendwann ein klares Bild vom Einbrecher werden kann.

Wir sorgen für eine stetige Auswertung und Analyse der Kriminalitätslage und passen unsere operativen Maßnahmen diesen Analyseergebnissen an. Wir sorgen für eine professionelle Spurensicherung und - auswertung an Tatorten sowie für speziell fortgebildete Ermittler in unseren Fachkommissariaten, die mit der Aufklärung der Straftaten betraut sind.

Damit dies auch rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche möglich ist, haben wir im Herbst 2017 eine feste Kriminalwache eingerichtet. Damit stellen wir sicher, dass das kriminalpolizeiliche Fachwissen rund um die Uhr in unserer Behörde so vorhanden ist, dass wir zeitnah mit spezialisierten Fachkenntnissen auf Straftaten reagieren und unsere Arbeitsergebnisse damit auch optimieren können.

Ich ende mit dem Versprechen, das ich als Abteilungsleiter geben kann, wonach wir in unserem Bemühen nicht nachlassen werden, den Kreis Viersen sicher zu gestalten."