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Zerstörtes Fahrrad nach Unfall auf der B221
Jahresrückblick Verkehrsunfallentwicklung 2023
Die Polizei Viersen stellt die Verkehrsunfallentwicklung für das Jahr 2023 vor.
Polizei Viersen / Wolfgang Goertz

Grußwort von Landrat Dr. Andreas Coenen und Leitendem Polizeidirektor Dietmar Maus

Sehr geehrte Bürgerinnen, sehr geehrte Bürger,

mit dem vorliegenden Bericht wird das Unfallgeschehen im Kreis Viersen für das Jahr 2023 rückblickend betrachtet. Zur umfassenden Analyse der Entwicklungen erfolgt ein Vergleich der aktuellen Unfallzahlen mit den Daten der letzten fünf Jahre. 

Im vergangenen Jahr 2023 nahm die Polizei Viersen insgesamt 9.087 Verkehrsunfälle auf, das sind 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die hauptsächlichen Ursachen für diese Unfälle waren - wie in den letzten Jahren - Fehler bei der Nichtbeachtung der Vorfahrt/des Vorrangs sowie beim Abbiegen oder Wenden. Des Weiteren reduzierte sich die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 6,1 Prozent auf 1.001 Fälle. Das ist ermutigend. Allerdings starben 2023 leider deutlich mehr Menschen auf den Straßen des Kreises Viersen als im Jahr zuvor. Die Zahl der Getöteten stieg von sechs auf 13 Menschen an. 

Erheblich zurück ging die Anzahl der verunglückten Fahrrad und Pedelec Fahrenden. Insgesamt wurden hier 397 Menschen verletzt - nach 445 im Vorjahr. Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. 

Eine genauere Betrachtung der Unfallzahlen in den Ein-zelnen Altersgruppen und deren Abgleich untereinander im Verhältnis zum Landesdurchschnitt NRW ergab, dass die am stärksten belasteten Gruppen weiterhin Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren sind. Hier liegt die Verunglücktenhäufigkeitszahl jeweils über dem Landesdurchschnitt NRW. Gerade diese Altersgruppen nutzen das Fahrrad oder Pedelec häufig als vorrangiges Verkehrsmittel. Angesichts dieser Erkenntnisse verstärkt die Polizei Viersen auch 2024 ihre Bemühungen, präventive Maßnahmen zu implementieren und die Verkehrssicherheit speziell für diese Gruppen zu verbessern.

Denn das erklärte Ziel der sogenannten „Vision Zero“, der Grundlage für die neue Fachstrategie Verkehr der Polizei NRW, ist es, langfristig die Zahl der Getöteten und Schwer-verletzten bei Verkehrsunfällen auf Null zu senken. 

Unter #LEBEN rückt die Sicherheit von ungeschützten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern noch stärker als bisher in den Fokus. Hierzu gehört es, sowohl Fehlverhalten gegenüber dieser Gruppe zu ahnden, als auch das Fehlverhalten dieser Gruppe selbst im Blick zu haben, denn z. B. die Missachtung einer Rotlicht zeigenden Ampel durch Rad Fahrende kann eine Kollision mit schweren Folgen auslösen. 

Im Jahr 2024 strebt die Kreispolizei Viersen an, mittels gezielter Verkehrskontrollen und intensiver präventiver Maßnahmen die Anzahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren. Von entscheidender Bedeutung ist hier aber auch das individuelle Verhalten sämtlicher Verkehrsteilnehmenden. Verkehrsunfälle geschehen nicht zufällig, sondern werden aufgrund bestimmter Fehlverhaltensweisen verursacht. Infolgedessen appellieren wir an alle am Straßenverkehr Teilnehmenden, uns durch ihr angebrachtes Verhalten bei unserem Ziel zu unterstützen.

Es grüßen Sie

Dr. Andreas Coenen                                                                     Dietmar Maus

Landrat des Kreises Viersen                                                       Leitender Polizeidirektor

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