Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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Geschwindigkeit: Kontrollen müssen sein - im gesamten Kreisgebiet

Brems Dich - rette Leben!
Geschwindigkeit: Kontrollen müssen sein - im gesamten Kreisgebiet
Regeln helfen, Unfälle zu verhindern und großes Leid abzuwenden.
Ein defensives Verhalten im Straßenverkehr ist wichtig und schützt vor allem Fahrradfahrer und Fußgänger.
Besonders auf unsere Kinder, die als Verkehrsanfänger Geschwindigkeiten und Distanzen oft falsch einschätzen, müssen wir aufpassen!



Polizei Viersen

Die Mär, dass Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte damit „Fleißpunkte“ sammeln, um eher befördert zu werden, ist immer noch nicht ganz gestorben in den Köpfen der „Opfer“. Auch die Kassen der Wachen oder örtlichen Polizeibehörden füllen sich nach wie vor durch die Verwarn- oder Bußgelder nicht mit einem müden Cent, obwohl es immer wieder behauptet wird.

Bilanzen von zwei Kontrollstellen in Willich-Anrath und Schwalmtal-Hehler am 6. und 7. April 2021

Es waren wieder Punktesammler unterwegs. Bei Geschwindigkeitsmessungen in Willich-Anrath und Schwalmtal-Hehler waren insgesamt sieben Autofahrende so schnell, dass sie nicht nur ein Bußgeld von einmal 100 und sechsmal 80 Euro bezahlen müssen, sondern auch jeweils einen Punkt in Flensburg kassierten.

Anrath

In Anrath hat der Verkehrsdienst am Dienstag fünf Stunden lang an der Schottelstraße gemessen. Hier hat es in der jüngeren Vergangenheit zwei tödliche Unfälle gegeben, einmal mit einem Fußgänger, einmal mit einer Inlineskaterin. 2844 Fahrzeuge fuhren an der Messstelle in dieser Zeit vorbei, 138 davon zu schnell. 132 davon erwartet ein Verwarngeld, sechs das bereits erwähnte Bußgeld plus den Punkt.

Hehler

Am Mittwoch war der Verkehrsdienst dann in Hehler unterwegs. Hier ist die Ortsdurchfahrt sehr breit und gut ausgebaut - was viele Autofahrende als Freibrief verstehen, dort schneller als die erlaubten 50 km/h zu fahren. Aber abgesehen davon, dass innerorts eben innerorts ist, sind hier auch viele Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende unterwegs. Und für die entscheidet die Geschwindigkeit des beteiligten Autos im Falle eines Unfalls über Leben und Tod. Bei 50 km/h überleben acht von zehn Fußgängern den Zusammenprall mit einem Auto, bei 65 km/h sterben acht von zehn.

80 Menschen am Steuer hatten in den gut fünf Stunden der Kontrolle den Fuß zu fest am Gas stehen. 79 erwartet ein Verwarngeld, einen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige mit Bußgeldbescheid und einem Punkt. Über 1000 Autofahrerinnen und Autofahrer waren in dieser Zeit vorschriftsmäßig unterwegs.

Fahren Sie bitte angepasst - immer!

Wir sind an jedem Tag viele Stunden an den verschiedensten Orten im Kreis unterwegs, um die Geschwindigkeit zu messen und bei denen, die sich nicht an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit halten, die Einsicht über den Griff ins Portemonnaie zu fördern. Daran wird sich auch in der kommenden Woche nichts ändern. Deshalb unser Appell: Fahren Sie bitte mit angepasster Geschwindigkeit - immer und überall.

Laser- und Radarmessungen: Eine „Falle“ der Polizei!?

Das Unwort „Radarfalle“ gehört nach wie vor zum täglichen Sprachgebrauch der „gejagten“ Auto- und Motorradfahrer.
Mit einer Falle kann man Tiere fangen, die zur Plage werden. Auch gefährlichen Tieren wird gelegentlich eine Falle gestellt, damit man künftig vor ihnen sicher sein kann.


Dass manche Verkehrsteilnehmer fahren wie die „Wilden“ und daher für sich selber und insbesondere auch für andere eine Gefahr darstellen, ist unbestritten. Auch werden die „Raser“ an vielen Orten von der Bevölkerung als Plage empfunden, zum Beispiel in

  • Wohngebieten,
  • Schulen und
  • Kindergärten.

Eines steht sicherlich fest: „Raser“ müssen bestraft werden – bevor sie Unschuldige zu Opfern machen.

 

Nach unserer Erfahrung hilft die Tatsache, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir wöchentlich wenigstens eine Bilanz von einer Kontrollstelle.

Wer dann noch weiterdenkt und weiß, dass wir ja auch an anderen Orten stehen, der beginnt, überall und immer angepasst zu fahren - Ziel erreicht.

Hier: Die Polizei stellt keine Fallen

Fallen haben ganz typische Eigenschaften, die sie erst zu einer Falle werden lassen. Sie sind ein bisschen gemein und locken ihr Zielobjekt entweder durch unwiderstehliche Duftstoffe oder verführerisches Futterangebot an. Auch lauern sie vorzugsweise an Orten, wo die „Gejagten“ eher nicht mit ihrer Existenz rechnen.
Keines dieser Kriterien aber trifft auf die unsere Geschwindigkeitskontrollen zu.

  • Wir locken niemanden mit irgendwelchen Hilfsmitteln, zu schnell zu fahren.
  • Die Messungen erfolgen auch nicht an Orten, an denen keiner mit uns rechnen könnte.
  • Das Gros der Kontrollen und Sondereinsätze kündigt die Polizei zuvor in den Medien an.
  • Jeder kennt die Bedeutung von Geschwindigkeitsbeschränkungen, sobald er die Führerscheinprüfung bestanden hat. 
  • Unsere Messstellen sind weder willkürlich gewählt, noch an Stellen positioniert, wo wir uns aufgrund der Umstände die größtmögliche Trefferquote versprechen.
  • Das Ziel von Geschwindigkeitskontrollen ist nicht, „abzuzocken“ oder Kassen zu füllen.

Unsere Geschwindigkeitsmessungen haben nur ein Ziel, nämlich die Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.
Insoweit wählen wir unsere Messstellen ganz gezielt nach nur diesem Kriterium aus. Wir messen da, wo das Rasen für die Verkehrsteilnehmer am gefährlichsten ist:

  • aufgrund der straßenbaulichen Gegebenheiten
  • aufgrund der Unfalllage oder
  • wegen vieler Kinder auf Schulwegen, vor Kindergärten, in Wohngebieten und dergleichen

Geschwindigkeitskontrollen müssen sein – zu unser aller Schutz.

Sehr häufig messen wir uniformiert und begleitet von Funkstreifenwagen. Doch auch Geschwindigkeitsmessungen von Zivilkräften und aus zivilen PKW heraus stellen keine Tarnung dar, die für eine „Falle“ durchaus bezeichnend wäre. Wir tarnen uns nicht als „Straßenbauer“ oder Wohnmobilisten, sondern versehen unseren Dienst lediglich in ziviler Kleidung. Tarnung bieten uns allerdings immer häufiger die über unseren Einsatz erfreuten Anwohner an. Sie gehen dabei durchaus häufig mit kriminalistischem „Fachverstand“ zu Werke und bieten ihre Mithilfe beim Einsatz an, indem sie beispielsweise ihre Fahrzeuge entsprechend parken wollen, damit die Raser uns nicht zu schnell erkennen.

Dass manche dieser hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger andernorts eher weniger begeistert sein dürften, wenn sie selbst bei einer Kontrolle mit einer Geschwindigkeitsübertretung auffallen, ist menschlich verständlich. Andernorts als „zu schnell Gemessene“ fühlen auch sie sich dort nur als „gemaßregelte Verkehrsteilnehmer“.
Und so liegt es in der Natur der Sache „Geschwindigkeitsmessungen“ und in der Natur des Menschen, dass diese polizeiliche Maßnahme grundsätzlich in der Bevölkerung ziemlich unbeliebt ist, zumindest bei denen, die als Fahrer selber in eine Kontrolle „geraten“.

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