Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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Geschwindigkeit: Kontrollen müssen sein - im gesamten Kreisgebiet

Brems Dich - rette Leben!
Geschwindigkeit: Kontrollen müssen sein - im gesamten Kreisgebiet
Regeln helfen, Unfälle zu verhindern und großes Leid abzuwenden.
Ein defensives Verhalten im Straßenverkehr ist wichtig und schützt vor allem Fahrradfahrer und Fußgänger.
Besonders auf unsere Kinder, die als Verkehrsanfänger Geschwindigkeiten und Distanzen oft falsch einschätzen, müssen wir aufpassen!



Polizei Viersen

Die Mär, dass Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte damit „Fleißpunkte“ sammeln, um eher befördert zu werden, ist immer noch nicht ganz gestorben in den Köpfen der „Opfer“. Auch die Kassen der Wachen oder örtlichen Polizeibehörden füllen sich nach wie vor durch die Verwarn- oder Bußgelder nicht mit einem müden Cent, obwohl es immer wieder behauptet wird.

Kreisweite Bilanz: Sondereinsatz vom 16.06.2021

Am Mittwoch (16.6.) waren zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei Viersen in einem Sondereinsatz für die Verkehrssicherheit der Radfahrenden im Kreis unterwegs. Das Interesse der Polizisten galt sowohl dem unfallträchtigen Fehlverhalten der Auto- als auch dem der Radfahrenden.

Der Start des Sondereinsatzes ist von einem schweren Verkehrsunfall in Brüggen-Bracht überschattet gewesen. Hier wurde ein 15-jähriger Radfahrer aus Brüggen schwerstverletzt. Wir berichteten hierzu in unserer Meldung 479. Der Junge befindet sich aktuell auf dem Weg der Genesung.

 

Kreisweit verstießen insgesamt 51 Radfahrende und 247 Kraftfahrzeugführende gegen Vorschriften.

 

In Dülken auf dem Amerner Weg und in Anrath auf der Schottelstraße führten die Einsatzkräfte Geschwindigkeitskontrollen durch.

Bei erlaubten 30 km/h passierten auf dem Amerner Weg vormittags etwa 1100 Fahrzeuge die Messstelle. In 69 Fällen mussten die Fahrer ein Verwarngeld bezahlen. Hinzu kamen sechs Anzeigen. Spitzenreiter waren ein Autofahrer mit 62 km/h und ein weiterer Fahrer mit 60 km/h. Beide schrammten nur knapp an einem Fahrverbot vorbei.

Auf der Schottelstraße passierten nachmittags etwa 3200 Fahrzeuge die Messstelle. Bei erlaubten 50 km/h mussten hier 144 Fahrer ein Verwarngeld bezahlen. Fünf weitere Fahrer erwartet eine Anzeige – einem Fahrer droht gar ein Fahrverbot.

 

Weiter ahndete die Polizei kreisweit bei motorisierten Fahrern unter anderem Verstöße gegen das Nutzen eines Mobiltelefons, Verstöße gegen die Anschnallpflicht oder Fehlverhalten beim Abbiegen.

 

Die Einsatzkräfte in Viersen kümmerten sich auch um vier 13-jährige Radfahrer. Die Eltern der Kinder bekommen einen Brief der Polizei. Sie telefonierten während der Fahrt, konnten aufgrund von Kopfhörern nicht hören oder sind in falscher Richtung unterwegs gewesen.

 

In Willich stellte die Polizei unter anderem ebenfalls vier Radler fest, die während der Fahrt telefonierten.

 

In Lobberich wiesen die Einsatzkräfte am Kreisverkehr Höhe Hochstraße insgesamt neun Radfahrende auf die dortigen Regelungen hin. Hinzu gesellten sich dort vier Gurtmuffel und zwei Autofahrer, die während der Fahrt telefonierten.

 

Die Vielzahl der Verstöße zeigt deutlich, dass es noch vieler Kontrollen und großer Einsicht bedarf, damit alle vorschriftsmäßig und damit möglichst unfallfrei unterwegs sind. Weitere Sondereinsätze und tägliche Kontrollen sind hiermit versprochen!

Laser- und Radarmessungen: Eine „Falle“ der Polizei!?

Das Unwort „Radarfalle“ gehört nach wie vor zum täglichen Sprachgebrauch der „gejagten“ Auto- und Motorradfahrer.
Mit einer Falle kann man Tiere fangen, die zur Plage werden. Auch gefährlichen Tieren wird gelegentlich eine Falle gestellt, damit man künftig vor ihnen sicher sein kann.


Dass manche Verkehrsteilnehmer fahren wie die „Wilden“ und daher für sich selber und insbesondere auch für andere eine Gefahr darstellen, ist unbestritten. Auch werden die „Raser“ an vielen Orten von der Bevölkerung als Plage empfunden, zum Beispiel in

  • Wohngebieten,
  • Schulen und
  • Kindergärten.

Eines steht sicherlich fest: „Raser“ müssen bestraft werden – bevor sie Unschuldige zu Opfern machen.

 

Nach unserer Erfahrung hilft die Tatsache, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir wöchentlich wenigstens eine Bilanz von einer Kontrollstelle.

Wer dann noch weiterdenkt und weiß, dass wir ja auch an anderen Orten stehen, der beginnt, überall und immer angepasst zu fahren - Ziel erreicht.

Hier: Die Polizei stellt keine Fallen

Fallen haben ganz typische Eigenschaften, die sie erst zu einer Falle werden lassen. Sie sind ein bisschen gemein und locken ihr Zielobjekt entweder durch unwiderstehliche Duftstoffe oder verführerisches Futterangebot an. Auch lauern sie vorzugsweise an Orten, wo die „Gejagten“ eher nicht mit ihrer Existenz rechnen.
Keines dieser Kriterien aber trifft auf die unsere Geschwindigkeitskontrollen zu.

  • Wir locken niemanden mit irgendwelchen Hilfsmitteln, zu schnell zu fahren.
  • Die Messungen erfolgen auch nicht an Orten, an denen keiner mit uns rechnen könnte.
  • Das Gros der Kontrollen und Sondereinsätze kündigt die Polizei zuvor in den Medien an.
  • Jeder kennt die Bedeutung von Geschwindigkeitsbeschränkungen, sobald er die Führerscheinprüfung bestanden hat. 
  • Unsere Messstellen sind weder willkürlich gewählt, noch an Stellen positioniert, wo wir uns aufgrund der Umstände die größtmögliche Trefferquote versprechen.
  • Das Ziel von Geschwindigkeitskontrollen ist nicht, „abzuzocken“ oder Kassen zu füllen.

Unsere Geschwindigkeitsmessungen haben nur ein Ziel, nämlich die Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.
Insoweit wählen wir unsere Messstellen ganz gezielt nach nur diesem Kriterium aus. Wir messen da, wo das Rasen für die Verkehrsteilnehmer am gefährlichsten ist:

  • aufgrund der straßenbaulichen Gegebenheiten
  • aufgrund der Unfalllage oder
  • wegen vieler Kinder auf Schulwegen, vor Kindergärten, in Wohngebieten und dergleichen

Geschwindigkeitskontrollen müssen sein – zu unser aller Schutz.

Sehr häufig messen wir uniformiert und begleitet von Funkstreifenwagen. Doch auch Geschwindigkeitsmessungen von Zivilkräften und aus zivilen PKW heraus stellen keine Tarnung dar, die für eine „Falle“ durchaus bezeichnend wäre. Wir tarnen uns nicht als „Straßenbauer“ oder Wohnmobilisten, sondern versehen unseren Dienst lediglich in ziviler Kleidung. Tarnung bieten uns allerdings immer häufiger die über unseren Einsatz erfreuten Anwohner an. Sie gehen dabei durchaus häufig mit kriminalistischem „Fachverstand“ zu Werke und bieten ihre Mithilfe beim Einsatz an, indem sie beispielsweise ihre Fahrzeuge entsprechend parken wollen, damit die Raser uns nicht zu schnell erkennen.

Dass manche dieser hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürger andernorts eher weniger begeistert sein dürften, wenn sie selbst bei einer Kontrolle mit einer Geschwindigkeitsübertretung auffallen, ist menschlich verständlich. Andernorts als „zu schnell Gemessene“ fühlen auch sie sich dort nur als „gemaßregelte Verkehrsteilnehmer“.
Und so liegt es in der Natur der Sache „Geschwindigkeitsmessungen“ und in der Natur des Menschen, dass diese polizeiliche Maßnahme grundsätzlich in der Bevölkerung ziemlich unbeliebt ist, zumindest bei denen, die als Fahrer selber in eine Kontrolle „geraten“.

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